Schatten

  • Ich bin der Schatten der ewigen Nacht. Ich umhülle die Existenz, ihr Sein, ihr Schweben in monotoner Gleichgültigkeit. Nur was nicht ist, das darf noch werden. Und so bin ich der graue Mantel der Gleichheit. Der angleicht, umschmiegt und aneinander gesellt. Ich bin der Bruder zum Nächsten. Das blutverschmierte Handgelenk verkommener Tat. Die lustvolle Sünde,…

  • Was uns im Schwarz begegnet, die Hand gereicht, ist Spiegelbild des sanften Bildes, das unser Inneres abzeichnet. Wir aber haben eines an Bildnis, gemalt und gezeichnet aus Selbstbetrug, der kleinen Lüge, die dem Selbst unterliegt.Wir leben die Vorstellung an uns selbst, die wir am meisten lieben. In der wir uns definieren, selber zeichnen und präsentieren…

  • Es ist da, tief vergraben, in Deinem Innern verewigt und Du kannst es nicht vertreiben. Unbewusst sogar willst Du dies auch nie wirklich so ganz. Denn es gehört zu Dir, wie das Licht zum Schatten. Beides arbeitet Hand in Hand, Eines geht ohne das Andere so niemals. Und im Grunde kann Eines das Andere niemals…

  • Die Schatten sind gleich. Sicher, die Form unterscheidet sich und in Variation können Sie die verschiedensten Fratzen abbilden. Aber in Färbung und Konsistenz sind und bleiben sie gleich. Und weitergehend noch, ist jeder in den Schatten gleich. In Ihrem Reich gibt es keine Unterscheidung. Keine Färbung in Nuanzen und keine Unterschiede. Die Schatten als Macht,…

  • Das grelle Licht, hat die Eigenschaft zu blenden, zu überdecken, zu überlagern, zu überblenden. So ist dem Licht der Schatten die Schwäche und gleichzeitig die Stärke, des leichten Scheins nur, der sanft nur bedeckt in grauen Schein taucht, der leicht nur berührt, zaghaft ertastet. So ist dem Schein die Stärke, dass die Konturen betont noch…

  • Verdammt,so ist meines an Blut,meines an Art,meines nur an Existenz. Der Ewigkeit,im nie endend Sein,Versklavtes zum Schein,der Jahrtausende fesselnd,gebunden,gequältes,an Blick,an Schau,des Menschen Pfad,das wirrend,nur selber streut. So bin ich eines an Begleiter,Der Schatten selbst,an Greifen,atmendem Schleier,des lebend Spuren,zu folgen geknecht. Seines an Blut,Seines an Seel,an unbedarft Augenblick,der Jahrzehnten Kristall, Ist eines an Meines,das dürstend ich…

  • Keines an Stimme,Keines an Flüstern,Raunen im Dickicht,Säuseln in Windes Gefolge. So ist Laut,So ist Wispern,Des niemals Sein,des auf immer Bestand. Ewigkeit des Beginns,Anfang des Todes Grab,der einen Farbe zur Pracht,Schwarz, des schwarzen Seins. Grau,im leichten Blick,des haschenden Nebels,ist des Schleiers Decke. Doch fehlt`s Farbe,gebührend formloser Existenz,bleibt dem Nichts,das einzig Quell, an rinnend Leben,pulsierenden Aderns,pressenden Fasern,fließend…

  • Pulsierend, des Menschen Geist, in Zweie Teilend, so formt es des Blutes, inner Geist, bildet des Fühlens, Geist, Handlung, der Taten Zwang. Ist des Blutes, der Dunkelheit, als ewig nur Zwang, hungernd, es niemals stillend schweigend, sich selber des Schlagens stoppt. Des Menschen Geist, der Einigkeit, fremdens zur Annahme gezwängt, des Formen, seichten Spuren, der…

  • Kett ich Dich, Bind Dich, An Sein, Des Meins, So folgst du, in Tiefstes Tief, an schlundender Hölle, voll ewger Nacht. Doch des Bindens, ein ich nur Fremd, des Untertan Freiheiten Gegenwehr, so folgt, gliedende Bindung, kettende Schiene, dem Ich in Freiwahl. Des Schlüssels Gewahr, Dem Unwissen ein Schutz, Dem Leichtglauben zu Fall, So ist…

  • Edel, des Diamantens ungeschliffen Sein, des Schwärzesten, in Vollendung poliert. Befreit an Makel, Gelöst von Alter, Gesegnet an springend nur Quell, dem Blute entsprungen. Engel, Dämon, Bar der Flügel, des Verkommens an Seele. So ist meines an Sein, Der Eichen Alter, an Jahrhunderten unberührt, der Gezeiten Strom, im Immer, des niemals, enthoben, befreit. Ich bin,…

  • Des Kreises Winden, brausen im schwirrten Schein, um des ewig Loch, des Schwarzen Weiß. Des Tores Manifest, des Ewig kleinstes Sein, ist Preis, Zoll, als Schlüssel, zum tiefsten Hoch, in des brausendsten Nichts. Lausche dem Pressen, des Körpers Takte, Fühle des enden Sein, einzig pumpend Takt. Sein Schlag, Sein inner Atem, Sein einzig Stärke, sein…

  • Des Schwarzen Macht, ist ewge Nacht, des niemals Pracht, des niemals Sein, als einzig, reinender Schein. Klauendes Beißen, krampfendes Reißen, in Übernaturs Pranken, in des Scharfen an Weißem. Des Blutes Mondes, an reinstem Geweih, ist des Nebeln Schleier, an ewgen Schatten. War es blau, so wirds nun Nacht. War es Traum, so wirds nun Macht.…

  • Grau, So nennt es Einer. Genau wissen, Nur keiner.Der Schatten Macht, Das ist ewge Wacht, Das ist flügelschlagend Adler, Das ist schleichend Kater. Dunkel, Schwarz, Im fristend, Niemals endend Sein. Ist den Schatten, Die eine Quelle, Aus der man, Nur Weise wähle,Was nutzend zu ergreifen, Zu begreifen, Und schleppend, In des Tages Angesicht zu zehren.…

  • Sind der Schatten Worte, des Meines an Begehr, so bin ich, ein Sein, des Meines, zu Nichts, des Werdens, des flüchtend Begreifen, Erkennend, dass der Waagschal aus dem All, des Nichts, im Niemals, des Seins, des geformten Existenz, greifend begehren, kann, was sich der Seins Hüllen, gelöst, befreiend entwunden ist. Dem Nichts, Alles. Dem Alles,…