Kurzgeschichte
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Schwarz wie der Tod selbst ist die Nacht, die über Gotham liegt. Nicht einfach dunkel – nein – verzehrt von einer Finsternis, die alles Licht schluckt wie das Maul eines uralten Monsters. In dieser Stadt gedeiht die Angst, wächst das Verbrechen. Und hier, im Herzen dieses Molochs aus Beton und verdorbenen Seelen, wache ich. Batman.…
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Am Morgen, da erheben sich die Vögel zwitschernd in die Höhe, schütteln ihr Gefieder aus, wenn die Sonne noch feuerrot ihre Strahlen in die Stadt schickt. Einer Decke gleich, bettet sich das warme, unscheinbare Licht über die noch kalten Ziegel der Dächer und kündet das erste Licht so an, das sich Betriebsamkeit nennt. Das Geplärre…
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Er sprang auf das nächste Dach und konnte sich in letzter Sekunde am Kamin festkrallen, bevor er gestürzt wäre. Kein angenehmes Missgeschick. Vor allem, da es dem Anschein nach, sein letztes gewesen wäre. Es ging mehrere hundert Meter in die Tiefe und endete dort auf Kopfsteinpflaster. Er suchte sich einen festen Stand auf der Höhe…
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Der Wind fegt durch die Gassen, wirbelt umher, treibt hinauf und lässt dann hernieder. Leise säuselnd folgt er seinen Pfaden durch die menschenleeren Gassen. Ausgestorben, ein Niemandsland, so erscheint nun diese Stadt. Die letzten erleuchteten Fenster dimmen ihr Licht herunter und dann löschen sie es ganz. Das Schweigen, die Stille und ebenso das Dunkel der…
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Er blickte wie immer auf die Monitore. Es war unnütz, das wusste er. Aber er konnte sonst nichts tun, als nur zu beobachten. Es gab nichts zu sehen. Wie immer, bildete sich draußen die Silhouette an Bergkratern ab. Gespenstisch, mehr in Dunkelheit, denn noch in Helligkeit getaucht. Noch taten die Scheinwerfer da draußen ihren Dienst.…
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Es mochte Jahrzehnte her sein, dass zuletzt ein Sterblicher ihr Gesicht gesehen hatte. Damals, zu Lebzeiten, als sie noch voll blühender Farbe gewesen war, da hatten sie die Männer verehrt. Sie waren ihr nachgerannt, hatten sie angebetet, angeschmachtet. Sie war das Gesprächsthema Nr. 1 der Stadt gewesen. Was sie tat, begehrte, vernichtete oder auch ignorierte…
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Sie nennen es Nacht, wenn die Finsternis sich ausbreitet. Die Sonne zieht ihre Bahnen in einen anderen Winkel, formt woanders das Schauspiel aus glitzernden Funken, das dann und auch wann eine Seele erleuchten lässt. Hier aber zieht auf, was Mensch Dunkelheit nennt. In den Schatten, in dunkelsten Ecken, wo ein Licht nur verkümmert sich blicken…
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Ich bin, ich werde sein und gleichermaßen, bin ich doch niemals. Ich war vor allem, bin dahinter und auch zwischendrin. Ich bin Macht, Potential, Quelle der größten Kraft und doch bin ich auch nichts davon. Ich beherberge das Alles, wie das Nichts. Das Dunkel, das Licht, die Schatten und jede an Farbe. Zeit, die besitze…
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Ich lebe seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden. Vom Anbeginn der Zeit, mit der Entstehung des Lichtes, wurde ich geboren. Die Dunkelheit, die Schatten und die ewige Verdammung sind meine Heimat. Es stört mich nicht, Bedauern ist mir fremd. Denn so wurde ich erschaffen und anders sollte es auch nicht sein. Ich habe alle Kreaturen dieser und…
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Ein einziges Mal. Eine Ewigkeit, zur Sekunde geformt, die nicht länger mehr dauern könnt. Aber nicht ihr Dauern verzehrt mich, frisst sich mit würgendem Griff in meine Eingeweiden. Nein, es ist das Wissen: „Es geht vorbei.“ Und während die Zeit sich des Vergehens schuldig macht, so nimmt es sie auch wieder mir. Ein Herr der…
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Ich guckte noch einmal nach, ob ich auch alles eingepackt hatte. Ich öffnete meinen Rucksack, Arbeitsklamotten, Schlüssel, was zu trinken. Alles dabei. Eine Angewohnheit von mir. Bevor ich die Wohnung verlasse, egal, wie sicher ich mir bin, ich muss es einfach immer überprüfen. Ich schlüpfte in die Jacke, zog den Schlüssel von der Tür ab,…
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Ich öffnete die Tür. Ging nach links, zum ersten Terminal. Das einzige hier, so wie es aussieht. Ansonsten gab es hier nur noch zwei Automaten zum Geld abheben. Vor einem stand ein Mann. Er guckte gespannt auf den Monitor. Drückte eine Taste. Eine Schweissperle rann ihm die Stirn herunter. Er wischte sie weg. Es war…
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Ich bin nur ein Mensch. Das sage ich mir so oft, dass ich es eigentlich schon glauben sollte. Ich spreche es nie aus und doch kann ich es hören. Meine eigene sich an Vernunft klammernde Stimme, die versucht zu übertönen, was ich weiß, aber nicht wissen will. Es ist etwas in mir. Ein Etwas, das…
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Er sagte, dass er mich liebte. Das war mir nichts Neues. Männer behaupten so etwas doch öfter. Sei es als Entschuldigung, als Mittel um unsereins ins Bett zu bekommen. Wir akzeptieren es, wenn wir auch die Antwort zu genau kennen. Was bei ihm anders war? Er sprach es nicht aus.
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Diese roten Lippen. Sinnlich, zart, wie ein Versprechen, das unausgesprochen dennoch so verheißungsvoll und bezaubernd ist. Ich kann meinen Blick nicht abwenden, wenn ich auch weiß, dass sie nur die Maske des Todes vollenden. Schöner war der Tod noch nie. Dabei ist es nicht der Tod an sich, der so zur Vollendung poliert mich gefangen…
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Es ist meine letzte Nacht. Die letzte Nacht, die ich auf dieser Erde verbringen werde….als Mensch. Schon bald wird sich alles ändern. Gesetze und Einschränkungen, die ich kannte werden mir nichts mehr bedeuten. Es sollte mich freuen und doch spüre ich, wie es mich von innen heraus mit Eiseskälte erfüllt. Angst. … Die habe ich.…
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Es war ein stressiger Tag gewesen. 10 Stunden, von denen ich nur acht bezahlt bekommen werde. Aber das bin ich gewohnt und im Grunde stört es mich auch nicht mehr. Das einzige was zählt, ist, dass ich endlich Feierabend hatte und das Wochenende anstand, wo ich so einiges geplant habe. Es würde schön werden und…
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Er sprach von Verdammung, von der Dunkelheit und den Schatten, in denen wir uns verstecken müssten. Er sprach von Leid, Trauer und Sehnsüchten, die dieser Fluch mit sich brachte. Ich fragte ihn, wie lange er schon lebte. Über 200 Jahre, sagte er. 200 Jahre, in denen er die Menschen leben und sterben sah. Immer und…
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Der Wind fegte nur leicht über den ausgetrockneten Boden. Vereinzelt hoben sich graue Blätter, die der Tod dieser Wüste bis an die Grenzen brachte, in die Höhe. Tänzelnd und wirbelnd verschwanden sie in der weiten Wüstenlandschaft, bevor sie sich mit dem scharfen Sand vermischten. Schüsse peitschten durch die Nacht, begleitet vom Hellen Aufflackern des Mündungsfeuers…
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„Ich brauche aber einen Namen. Sonst wird das nichts. Dann hätte ich es mir genauso gut auch alles aus den Fingern saugen können.“ Es war zum Verzweifeln. Ich saß in meinem Hotelzimmer und zerbrach mir den Kopf darüber, was ich machen sollte. Eine Geschichte, ein Interview, musste ich bis Montag abliefern. Sonst konnte ich mir…