Das Leben

  • Der goldene Käfig und der Abgrund der Leere: Eine Philosophie des Tuns

    Wir erwachen meist lange bevor der Körper bereit ist, dem Ruf des Geistes zu folgen. Das schrille Zirpen des Weckers ist der erste Riss in der Seifenblase der nächtlichen Freiheit. In diesem Moment, irgendwo im dämmrigen Grenzland zwischen Traum und Pflicht, spüren wir sie am deutlichsten: die Enge. Das Leben, so scheint es, ist ein…

  • Die Variation der eigenen Zukunft

    Wir sind das Zentrum unseres Lebens. Auf den ersten, vorschnellen Blick hört sich das wie selbstverständlich an. Dabei sind wir in unserem Alltag so gefangen. Wir wollen es jedem Recht machen, sind Einflüssen aus Erwartungen und Vorurteilen unterworfen. Dazu kommt dann noch die Vergangenheit, die uns Erinnerungen an auch eben schlechte Zeiten schickt. Dabei sind…

  • Werden und Vergehen

    Niemand setzt uns so sehr unter Druck, wie wir es selber mit uns machen. Wir wollen schaffen, wir wollen erreichen. Vielleicht müssen wir es sogar. Um einem Bild gerecht zu werden, einen Status zu halten, voran zu schwimmen. Um so älter man wird, um so ruhiger und gelassener geht man mit den Umständen eines Lebens…

  • Die Variable Existenz

    Draußen vor dem Fenster plätschert seicht der Regen gen Erde. Ich musste gerade durch das ungemütliche, kalte Nass nach Hause eilen. Ich freue mich darauf, wenn die Sonnentage wieder anbrechen. Es wärmer wird, der Tag sich länger angenehm warm bis spät in die Nacht ergießt. Ich bin eher so der Sommer Typ. Ich mag es…

  • Weiterentwicklung und die Aufgaben des Lebens

    Leise blinkend ermahnt der Cursor mich, ein Wort und auch Zeilen auf die leere OpenOffice Seite zu tippen. Wie eine Aufgabe, die es heute zu erledigen gilt. Ich will es auch, will mich wieder täglich in Worten ergießen, um so etwas wie eine Gewohnheit daraus bilden zu können. Für die eigene geistliche Weiterentwicklung als auch…

  • Die tägliche Meisterklasse: Warum jeder Tag dein strengster und bester Lehrer ist

    Das Morgengrauen: Der Gong zur ersten Stunde Ein Geräusch. Ein digitaler Piepton, das sanfte Ansteigen einer Melodie oder der unbarmherzige Hammerschlag eines alten Weckers. Es ist der Gong. Der Vorhang hebt sich. Ein neuer Tag bricht an – und „brechen“ ist hier ein Wort von wunderbarer Doppeldeutigkeit. Er bricht wie eine Welle an das Ufer…

  • Das Selbst auf der Bühne der Welt

    Alles, was wir in dieser Welt sehen, entspringt der Essenz unseres Innern. Das heißt, selbst wenn man verstecken will, wie man im Innern beschaffen will, aus Scheu oder auch Scham, man lebt es aus in der Art und Weise, wie man auf die Welt reagiert. Artikuliert man sich jetzt aus, durch das Fenster der Realität,…

  • Die Währung unserer Existenz: Im Goldrausch des modernen Lebens

    Einleitung: Wenn der Rubel das Leben regiert In einer Welt, in der Geld nicht mehr nur rollt, sondern förmlich durch unsere digitalen Adern fließt, verlieren wir uns oft im Labyrinth des monetären Strebens. Wir jagen dem schnöden Mammon hinterher, als wäre er der Heilige Gral unserer Existenz – ein kapitales Missverständnis unserer Zeit. Der Mensch,…

  • Der geteilte Pfad

    Wozu machen wir etwas? Welcher Intention geben wir uns hin? Für welches höhere Ziel sind wir vielleicht sogar bereit unsere Existenz zu opfern? Im Grunde macht man sich über diese Fragen nie klare Gedanken. Man tut einfach, wonach einen das Innere antreibt. Und selbst wenn KI es besser kann, setzt man sich hin und formuliert…

  • Die stille Größe des „Trotzdem“ – Warum wir kleinen Menschen die größten Kämpfer sind

    Wir sind die kleinen Menschen. Wir sind nicht die Titanen der Mythen, nicht die unfehlbaren Helden auf den Leinwänden. Wir sind die, die morgens den Kaffee verschütten, die im Regen auf den Bus warten und die stillen Rechnungen im Kopf addieren. Wir sind die Summe unserer zitternden Hände und unserer verpassten Gelegenheiten. Und doch, in…

  • Selbstreflexion als Zeichen von Weiterentwicklung

    Es ist ein verführerischer Rhythmus, der des Impulses. Man kann sich von ihm durch das Leben walzen lassen, ein rauschhafter Tanz im Dreivierteltakt der Gefühle. Man wird zur Druckwelle der eigenen Bedürfnisse, unaufhaltsam, berauscht von der eigenen Kraft, jeden Widerstand einfach plattzumachen. Das ist ein Leben im Fortissimo, laut und fordernd. Doch in diesem Lärm…

  • Die Kraft des Taktes: Rhythmische Musik als Anker der Seele

    In unserer schnelllebigen Welt, in der Gedanken oft wie wilde Pferde durch die Prärie unserer Köpfe galoppieren, suchen wir ständig nach einem Ruhepol, einem Anker, der uns erdet. Oft finden wir diesen in den überraschendsten Ecken, und eine dieser Ecken ist die rhythmische Musik. Sie bietet uns eine einzigartige Form der Freiheit – die Freiheit,…

  • Der Umgang mit Umständen eines Lebens

    Unsere Gesellschaft hat uns anerzogen eine Maske zu tragen, zu verstecken wie es uns innerlich geht. Das ist mitunter sehr leicht. Mal Ärger runterzuschlucken oder schlechte Laune, etwas Traurigkeit, das ist vielleicht auch gar nicht so schwer. Aber Menschen, denen es wahrhaft nicht gut geht, die vielleicht sogar massive Probleme zu verarbeiten habe, mitunter sogar…

  • Das sich wiederholende Gedankengerüst

    Man kann Erfahrungen nicht objektiv machen. Jede Deutung aus Umständen egal welcher Art ist immer subjektiv. Das heißt, dass egal, was auch immer uns passiert, wir erleben, nach dem gedeutet wird, was wir bereits erfahren und erlebt haben in unserem Leben. Sicher kann uns Manches zweifeln und überdenken lassen. Aber alles, was auch immer in…

  • Blick nach hinten, Blick nach Vorne

    Wir können uns in diesem Leben über Vieles beschweren. Über Umstände, über Vergangenheit, über Ungerechtigkeit. Aber ändern wird es absolut gar nichts. Sicher, was unseren Gefühlen entspringt, können wir nicht immer unterdrücken. Es ist dem Impuls gleich, der uns zu Aktion oder auch Reaktion verleitet. Aber wer sich immer beschwert, mit Ungerechtigkeit vergleicht, der wird…

  • Zeitenwendezeilen: Ein Tanz durch die Stunden unseres Seins

    I. Der Morgentau der Kindheit Im Anfang war die Zeit ein endlos scheinendes Meer, dessen Horizont unsichtbar jenseits unserer Vorstellungskraft lag. Die Sommerferien – Ewigkeiten in sechs Wochen gepresst. Die Weihnachtszeit – ein Universum des Wartens, in dem jede Sekunde wie Honig von der Uhr tropfte, zäh und golden. Zeit war ein verschwenderisches Gut, das…

  • Wir können uns in unserem Leben auf nichts verlassen. Alles kommt und geht. Selbst Menschen, die wir als unwiderrufliche Größe in unserem Leben geglaubt haben, verlassen uns eines Tages wieder. Was bleibt, ist im Grunde nur die Familie. Aber selbst da lebt man sich auseinander, wenn man Pech hat. Selbst die eigenen Kinder werden erwachsen…

  • Alles zu seiner Zeit und nebenher und drumherum, da war es, da wird es und da ist es. Wie es sein soll, sollte und ebenso nur sein wird. Wir können uns nicht aussuchen, was uns im Leben begegnet. Selten haben wir die Wahl zu entscheiden, wann uns was im Leben passiert. Wie die Opfer von…

  • Es ist nicht schwer, grade sogar leicht für wahr. Die Welt dreht sich im Kreise und die Menschen wuseln darauf, darunter und darüber. Ein Jeder gleicht dem Anderen, tut Dinge und lässt sie auch wieder. Eine träge Masse, die sich nicht vorwärts noch zurück bewegt. Man sieht und erkennt den Kern auf den ersten Blick.…

  • Wir beschützen unser kleines Leben. Vor Fremdeinwirkung, vor schädlichen Einflüssen, auch wenn sie durch uns selber bestehen. Dann kapseln wir ab, was uns im Innern dazu drängt, jetzt nicht so positiv wirken zu können, wie wir es gerne hätten. Die Menschen lieben Positivtiät. Sie mögen es nicht, schlechte Nachrichten zu hören. Und sie wollen sich…