Leben
-

Ich habe gemerkt, dass es zwei Arten von Menschen gibt. Die einen konsumieren, die Anderen erschaffen, kreieren. Wobei es da auch dann noch Unterformen gibt. Denn da man nicht alles selber erschaffen kann in jedem kreativen Bereich, man Stärken und Schwächen hat, ist man mal Konsument und mal Kreativer. Aber wie ich gerade in meinem…
-

Manchmal fühlen wir uns einfach nicht gut genug. Nicht ausreichend für das Gute in dieser Welt. So wie wir innerlich beschaffen sind, genau so senden wir in die Welt hinaus und in Resonanz bekommen wir dann ein Echo wieder. Man kann sagen, wir erschaffen uns die Welt, in der wir leben. Vielleicht ist dies eine…
-

Wie eine Decke liegt die ruhige Nacht auf meinen Gedanken. Ich suche, wühle nach der Tiefe, die allumfassend eine neue Wahrheit gebären kann. Ich liebe es, wie der Moment seine eigene Tiefgründigkeit ergibt. Worte knechtet, in Reihe stellt und ein Gemälde der Kreativität zeichnet. Dabei bildet jede neu geborene Sekunde ihre eigene Realität. So bin…
-

Das Morgengrauen: Der Gong zur ersten Stunde Ein Geräusch. Ein digitaler Piepton, das sanfte Ansteigen einer Melodie oder der unbarmherzige Hammerschlag eines alten Weckers. Es ist der Gong. Der Vorhang hebt sich. Ein neuer Tag bricht an – und „brechen“ ist hier ein Wort von wunderbarer Doppeldeutigkeit. Er bricht wie eine Welle an das Ufer…
-

Alles, was wir in dieser Welt sehen, entspringt der Essenz unseres Innern. Das heißt, selbst wenn man verstecken will, wie man im Innern beschaffen will, aus Scheu oder auch Scham, man lebt es aus in der Art und Weise, wie man auf die Welt reagiert. Artikuliert man sich jetzt aus, durch das Fenster der Realität,…
-

In der Nacht erwacht, die noch müden Gedanken räkeln sich. Sie strecken und zerren an meinem Sein in die sich erwachende Nacht. Ein neuer Tag ergibt sich mir. Voll der Möglichkeiten, Wahrscheinlichkeiten einer Zukunft. Ich weiß jetzt schon, dass sich nichts weltenumwälzendes ergeben wird. Und doch begrüße ich den neuen Morgen. Als das, was er…
-

Einleitung: Wenn der Rubel das Leben regiert In einer Welt, in der Geld nicht mehr nur rollt, sondern förmlich durch unsere digitalen Adern fließt, verlieren wir uns oft im Labyrinth des monetären Strebens. Wir jagen dem schnöden Mammon hinterher, als wäre er der Heilige Gral unserer Existenz – ein kapitales Missverständnis unserer Zeit. Der Mensch,…
-

Glauben wir wirklich, dass wir für Mehr auf dieser unseren kleinen Welt sind? Dass unser Sein Einfluss in Jahrhunderten hat? Dass wir nicht eines Tages einfach vergehen und vergessen werden, als wenn wir nie existiert haben? Sicher kann man versuchen, dass man so viel erschafft, dass einer Lawine gleich die weite Welt von der eigenen…
-

Wozu machen wir etwas? Welcher Intention geben wir uns hin? Für welches höhere Ziel sind wir vielleicht sogar bereit unsere Existenz zu opfern? Im Grunde macht man sich über diese Fragen nie klare Gedanken. Man tut einfach, wonach einen das Innere antreibt. Und selbst wenn KI es besser kann, setzt man sich hin und formuliert…
-

Wir sind die kleinen Menschen. Wir sind nicht die Titanen der Mythen, nicht die unfehlbaren Helden auf den Leinwänden. Wir sind die, die morgens den Kaffee verschütten, die im Regen auf den Bus warten und die stillen Rechnungen im Kopf addieren. Wir sind die Summe unserer zitternden Hände und unserer verpassten Gelegenheiten. Und doch, in…
-

Es ist ein verführerischer Rhythmus, der des Impulses. Man kann sich von ihm durch das Leben walzen lassen, ein rauschhafter Tanz im Dreivierteltakt der Gefühle. Man wird zur Druckwelle der eigenen Bedürfnisse, unaufhaltsam, berauscht von der eigenen Kraft, jeden Widerstand einfach plattzumachen. Das ist ein Leben im Fortissimo, laut und fordernd. Doch in diesem Lärm…
-

In unserer schnelllebigen Welt, in der Gedanken oft wie wilde Pferde durch die Prärie unserer Köpfe galoppieren, suchen wir ständig nach einem Ruhepol, einem Anker, der uns erdet. Oft finden wir diesen in den überraschendsten Ecken, und eine dieser Ecken ist die rhythmische Musik. Sie bietet uns eine einzigartige Form der Freiheit – die Freiheit,…
-

Haben Sie sich jemals gefragt, wo Ihre Gedanken wohnen? Nicht das Gehirn, dieser faszinierende, aber biologisch begrenzte Apparat. Ich meine den Geist, jenes ungebundene Reich, in dem Ideen ohne Pass und Visum reisen, wo Erinnerungen in den schillerndsten Farben leuchten und Träume kühne Architekturen in den Himmel zeichnen. Dies ist die wahre Domäne der Freiheit…
-

Unsere Gesellschaft hat uns anerzogen eine Maske zu tragen, zu verstecken wie es uns innerlich geht. Das ist mitunter sehr leicht. Mal Ärger runterzuschlucken oder schlechte Laune, etwas Traurigkeit, das ist vielleicht auch gar nicht so schwer. Aber Menschen, denen es wahrhaft nicht gut geht, die vielleicht sogar massive Probleme zu verarbeiten habe, mitunter sogar…
-

Man kann Erfahrungen nicht objektiv machen. Jede Deutung aus Umständen egal welcher Art ist immer subjektiv. Das heißt, dass egal, was auch immer uns passiert, wir erleben, nach dem gedeutet wird, was wir bereits erfahren und erlebt haben in unserem Leben. Sicher kann uns Manches zweifeln und überdenken lassen. Aber alles, was auch immer in…
-

Wir können uns in diesem Leben über Vieles beschweren. Über Umstände, über Vergangenheit, über Ungerechtigkeit. Aber ändern wird es absolut gar nichts. Sicher, was unseren Gefühlen entspringt, können wir nicht immer unterdrücken. Es ist dem Impuls gleich, der uns zu Aktion oder auch Reaktion verleitet. Aber wer sich immer beschwert, mit Ungerechtigkeit vergleicht, der wird…
-

Wie weit reicht eine Entscheidung in einem Leben? Über welchen Zeitraum kann man sie auf Recht erhalten, sie lebendig halten in Gedanken, selber an sie glauben, selbst wenn es sonst keiner tut? Wie groß muss die eigene Motivation sein, dass man den Glauben an etwas über Jahrzehnte halten kann, selbst wenn alles einen davon abbringen…
-

Den Mund aufzumachen bedeutet nicht immer, dass man etwas weltenumwälzendes zu sagen hat. Vielleicht hört man sich auch nur gerne reden, mag den Klang der eigenen Stimme, will Raum schaffen in der Leere des Schweigens, die jeden Ton verdrängt und die Unbequemlichkeit in die Weite hinaus schickt. Anders als beim simplen Sprechen, belästigt man mit…
-

Wie viel kann man schreiben bis man sich des Schweigens übt? Wie viele Worte braucht ein Menschenleben? Wird man jemals aufhören zu schreiben, wenn man einmal nur den Odem der Freiheit einer Kreativität aufgenommen hat? Jedes Jahrzehnt beschäftigt uns ein anderer Themenschwerpunkt. In jedem wachsendem Alter sind es andere Gedanken die vorherrschen. Vielleicht sind wir…
-

Einleitung: Von Platons Höhle zur digitalen Echokammer In seinem berühmten Höhlengleichnis beschreibt der griechische Philosoph Platon Menschen, die ihr gesamtes Leben in einer Höhle verbringen, gefesselt und gezwungen, nur die Schatten an der Wand zu betrachten. Diese Schatten, geworfen von Figuren, die hinter ihnen vorbeigetragen werden, stellen für die Gefangenen die einzige Realität dar. Verlässt…