Es wäre schön, wenn jeder Tag ein Highlight wäre. Wenn jeden Tag das weltenumwälzende passieren würde. Die Wahrheit ist aber, dass wir im Grau gefangen sind. Nicht im Schwarz der Depression. Aber im Nebel des immergleichen, sich widerholenden Monotonie. Natürlich sagt diese Gleichheit nichts über unseren Geist aus. Dort können wir Höheflüge an den Horizont des Himmels vollführen oder in den Abgrund des Vergessens, des Verleugnens stürzen. So hat die Gleichheit und Eintönigkeit zwar unseren Körper und seinen Rhythmus gefangen, behelligt aber unseren Geist nicht. Das Einzige was daraus resultieren kann ist die gefährliche Gemütlichkeit. Man lässt geschehen, verschränkt hilflos die Hände und ergibt sich einem monotonen Schicksal. Ich bin kein Feind der Ruhe und Gleichheit. Wenn der Trubel der Welt einfach draußen vorbeizieht und ich hier in meiner Wohnung im Kosmos des momentanen Geisteszustandes verweile. Aber es ist ein immenser Unterschied zwischen Ruhe und Bequemlichkeit. Das Maß der Dinge ist sein Richter. Zu welchen Zeiten macht man Eines oder lässt das Nächste? Gedanken sind frei. Und es spricht nichts dagegen sich einfach hinzusetzen, beruhigende Musik laufen zu lassen und die Gedanken treiben lassen. Nicht jeder muss dabei so wie ich die Tastatur bedienen. Jeder hat seine eigenen Ausdrucksformen in denen er sich auslebt, befreit fühlt und den Horizont und die Möglichkeiten durch Übung schult. Aber ich sage, jeder Mensch braucht auch etwas, wo er sich auslebt. Wo sein Inneres mal sprechen darf. Ohne Maske, ohne Rolle, ohne auferlegte Aufgabe. Natürlich sind alle Menschen unterschiedlich und ein Juwel der Einzigartigkeit. Ich selber kann Dir meinem Leser nicht sagen, was Du tun oder lassen sollst. Ich ziehe nur kleine Schlüsse aus der Erfahrung, die mir das Leben, mein Leben, bis jetzt beigebracht hat. Und im Grunde sind wir ähnlich. Aber meine Wahrheit muss nicht Deine Wahrheit sein. Du darfst Dich gerne inspirieren lassen, auf Gedanken bringen lassen, vielleicht auch ein kleines bisschen motivieren. Aber egal was für ein Name jemand auch haben sollte durch große Zahlen, Aufrufe, Abonnenten, Reichweite, seine Wahrheit muss nicht mit Deiner Erkenntnis harmonisieren. Denke immer selber nach, darum bitte ich Dich. Auf Deinem eigenen Pfad findest Du Gleichgesinnte. Aber was mir mein Leben beigebracht hat ist, dass Viele nur phasenweise Begleiter sind, bis wieder neue Menschen den Pfad mit uns teilen. Alles in diesem Leben ist wandelbar. Nichts ist für die Ewigkeit. Für manche Zeit vielleicht lang. Aber alles kann sich ändern. Verlassen in Deinem eigenen Leben kannst Du Dich zu hundertprozent nur auf Dich selber. Bis zum nächsten Artikel.