Sie blickt mich mit mit diesen kristallklaren Augen an, die in Schärfe nicht zu überbieten sind. Die Tiefe, das Denkende, Tiefgründigkeit als Versprechen. Die grünen Haare wild, ungezügelt, im wilden Chaos. Diese Schönheit ist gefangen im Moment. Ein Schnappschuss der wilden Bewegung. Wir können unseren Blick nicht von ihr lassen, hoffen auf das Leben, das Erleben dieser Schönheit. Die roten Lippen sanft geöffnet. Als wollten sie Worte des Liebreizes hinaus schicken. Wir sehen hier die Sanftheit kombiniert mit Wildheit. Ein Versprechen mit uns durch den wüsten Wind zu reiten und sich den Komplikationen einer Welt gemeinsam zu stellen. Es ist ein Porträt, ein Foto, ein gerahmter Moment, eine eingefrorene Gegenwart. Was ich sehe, auch wenn es von eigener Deutung nur so trieft, kann der Nächste nur ebenso erblicken. Und meine Worte, als Richtpfeil, als grober Wegweise, malen die Wirklichkeit, in der dieses einzigartige Bild nun steht. Sie ist zeitlos, eingefroren und doch nur ewiglich befreit. Nichts mehr kann ihr etwas anhaben. Kein Schicksal, kein Missgeschick, kein Unheil und ebenso auch nicht mehr der Verschleiß der Zeit. So ist dieses kleine Gemälde, wenn wir es so nennen wollen, das Portal in die Ewigkeit und Unvergänglichkeit. Diese junge Schönheit war nur eine Sekunde lang präsent und bleibt es jetzt für jeden weiteren Blick, der in ihr deuten, sie mit übertragenen Emotionen füttern kann. Das Geschenk des Einfrierens der Sekunde. Die Bühne, auf der sie ihre Schönheit, Einzigartigkeit und ungezügelte Wildheit präsentieren darf. Ob wir sie jetzt erblicken, anschauen und dann wegblicken, sie bleibt in ihrer Einzigartigkeit in Erinnerung. Und durch die Beschaffenheit ihres Auftritts, kann ich zu jeder Zeit zu ihr zurückkehren und den Moment mit anderen Gedanken, Emotionen und auch Deutungen füllen. So wird das Bild zur Schablone, die ihre Präsenz und tiefergehenden Sinn alleine durch meine ausstrahlende Essenz erhält.

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