Ich setze mich an den blinkenden Cursor auf dem weißen virtuellen Blatt Papier. Male den Moment, die Sekunde, meines inneren Erlebens. Wissend, dass es noch keiner lesen wird. Denn dieser kleine Blog hier ist erst 5 Stunden alt. Und er will jetzt erst einmal gefüllt werden mit Worten, mit Gedanken, mit Freischreiberei, mit einem Hauch meiner eigenen kleinen Essenz, die ich in die Buchstaben transferieren kann und darf. Ich weiß, ohne überheblich zu sein, dass ich schreiben kann. Nicht reines Worte aneinander reihen. Ich habe bereits Bücher geschrieben und veröffentlicht. Im Jahre 2012 meinen ersten Roman mit 460 Seiten. Ich sage das nicht um zu prahlen. Es ist nur ein Fundus, auf den ich zugreifen kann. Etwas, in dem ich mich geübt habe, um meine Fertigkeit des Schreibens zu verfeinern, auch wenn es erst einmal nur ein Hobby ist und bleibt. Ich weiß nicht so recht, ob ich mich Künstler nennen will. Eher eine kreative Seele im unermüdlichen Schaffen und neu kreieren.

Nebenher läuft die entspannende Musik von Epic Music World auf YouTube. Ich mag es seicht und beruhigend auf die Ohren, wenn ich mich meinen Gedanken widme und Worte aneinander reihe. Ich bin im Grunde genommen auch eine ruhige Seele. Ich mag es ruhig, vielleicht manchmal monoton, gelassen und einfach. Von Trubel und lauten Menschen halte ich sofern es geht Abstand.

Genau deswegen ist die Bloggerei auch mein Medium, das nicht passender für mich sein könnte. Ich kann mich kreativ austoben, ich habe meine Ruhe und übe mich in manchmal Gelassenheit. Ich kann an den Horizont der Möglichkeiten im Geiste fliegen als auch an den Abgrund der tiefsten Dämonen sich zusammenkauernder Seele. Und im Grunde kümmert es keinen in der weiten Welt da draußen, was ich mache. Ich bekomme noch keine Resonanz, keine Aufmerksamkeit, nach der es mich auch nicht dürstet, und kann tun und lassen, wonach es mir beliebt. Und hier auf meinem neuen Blog, den ich wirklich individualisiert habe, so dass ich es selber einfach liebe ihn anzusehen und zu besuchen, nur um ihn mir anzugucken. Und genau das ist die Hauptsache. Dass ich mich selber damit wohlfühle, es meiner Seele, meinem Selbst, meinem Innern entspricht. Dass meine eigene Tiefgründigkeit sich in meinem eigenen kleinen virtuellen Ort entfalten und erschaffen kann.

Warten wir ab, wohin die Reise gehen wird. Was sich mir an Möglichkeiten und Potential noch ergeben möge. Ich bleibe offen für alles. Seien es Gedankenblitze, als auch Anregungen, Inspirationen von Außen. Denn nur wer sich immer wieder neu erschafft und sei es alleine im künstlerischen Schaffen, der wird nie alt und der Geist, der Verstand wagt es sich nicht einzuschlafen, da er sich in allen möglichen Variationen übt.

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