Storys
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Ich bin die Maschine Deiner Existenz. Ich bin das Gerät, das aus Mehreren nur eine Einheit formt. Ein Teil, das sich dem Gebrauch nach Maschine schimpft. Du benutzt mich am Tage, zur Nacht und ebenso zur frühen Morgenstunde. So bin ich Dir zu Diensten und gebe Dir immer genau das nur, wonach Dir ist. Ich…
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Die Klingen sausten hernieder, benetzten den grauen Asphalt mit dieser rotglühenden Flüssigkeit. In Rinnsalen, kleinen Flüssen der verendenden Leben suchte es sich den Weg hinab zu den Gullis. Tief in den Unrat, in den Dreck dieser Zivilisation, die obwohl im Höchsten ihres Schaffens, sich niemals des Abfalls, erwehren konnte. Wie ein Gegenspieler zu der höchsten…
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Im Kamin flackerte das Feuer. Er schreckte hoch, sah sich überrascht um. Die Terassentür nur angelehnt, bauschte sich die Gardine in den Raum. Er nahm sich die Sekunden des Wachwerdens, beobachtete ihren Tanz im Auf und Nieder. Schon fast schien es, als würden die gestickten Blüten darauf leben, im Windhauch ihren Tanz des Blumenfeldes vollführend.…
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Urplötzlich hörte jede Existenz auf. Athalon fühlte nichts mehr. Keine Wärme, keine Kälte. Er wurde hineingezogen in eine Dunkelheit, befand sich in einem Raum der Schwärze, dem Nichts. Kein Wesen, keine Form um ihn herum. Einfach … nichts. Dann blitzten Lichter auf, die Umgebung verfärbte sich in jede Farbe, die möglich war. Es bildete sich…
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Er war bereit. Bereit, den nächsten Angreifer seine leichtsinnige Tat bezahlen zu lassen. Er wollte Antworten, er wollte es wissen. Gang um Gang, dem er folgte. Biegung und Rundung, die er überwand. Ein jedes Mal in Erwartung die Muskeln gespannt und die Sinne aufs Äußerste gereizt. Doch man tat es nicht. Keiner erfüllte ihm den…
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Es war ein Morgen, wie jeder Andere. Nur diesmal fühlte er sich besser. Er hatte gut geschlafen, so könnte man sagen. Und er war ausgeruht. Was auch immer heute kommen möge, er würde es in Angriff nehmen und sich all den kleinen Problemen eines Lebens stellen. So war der innere Pakt, den er mit sich…
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Sie betrachtet sich im Spiegel. Ein großer Spiegel, mit Lichtern an den Seiten. Parfümflaschen, Makeup jeder Sorte steht davor. Die Stylistin hatte ganze Arbeit gelistet. Sie sah blendend aus. Ihre Augen, die Lippen, alles war richtig betont. Die Frisur saß richtig. Diese Frau im Spiegel war die perfekte Weiblichkeit. Sie war sie selber, auch wenn…
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Er sprang auf das nächste Dach und konnte sich in letzter Sekunde am Kamin festkrallen, bevor er gestürzt wäre. Kein angenehmes Missgeschick. Vor allem, da es dem Anschein nach, sein letztes gewesen wäre. Es ging mehrere hundert Meter in die Tiefe und endete dort auf Kopfsteinpflaster. Er suchte sich einen festen Stand auf der Höhe…
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Der Wind fegt durch die Gassen, wirbelt umher, treibt hinauf und lässt dann hernieder. Leise säuselnd folgt er seinen Pfaden durch die menschenleeren Gassen. Ausgestorben, ein Niemandsland, so erscheint nun diese Stadt. Die letzten erleuchteten Fenster dimmen ihr Licht herunter und dann löschen sie es ganz. Das Schweigen, die Stille und ebenso das Dunkel der…
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Er blickte wie immer auf die Monitore. Es war unnütz, das wusste er. Aber er konnte sonst nichts tun, als nur zu beobachten. Es gab nichts zu sehen. Wie immer, bildete sich draußen die Silhouette an Bergkratern ab. Gespenstisch, mehr in Dunkelheit, denn noch in Helligkeit getaucht. Noch taten die Scheinwerfer da draußen ihren Dienst.…
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Es mochte Jahrzehnte her sein, dass zuletzt ein Sterblicher ihr Gesicht gesehen hatte. Damals, zu Lebzeiten, als sie noch voll blühender Farbe gewesen war, da hatten sie die Männer verehrt. Sie waren ihr nachgerannt, hatten sie angebetet, angeschmachtet. Sie war das Gesprächsthema Nr. 1 der Stadt gewesen. Was sie tat, begehrte, vernichtete oder auch ignorierte…
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Sie nennen es Nacht, wenn die Finsternis sich ausbreitet. Die Sonne zieht ihre Bahnen in einen anderen Winkel, formt woanders das Schauspiel aus glitzernden Funken, das dann und auch wann eine Seele erleuchten lässt. Hier aber zieht auf, was Mensch Dunkelheit nennt. In den Schatten, in dunkelsten Ecken, wo ein Licht nur verkümmert sich blicken…
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Ich bin, ich werde sein und gleichermaßen, bin ich doch niemals. Ich war vor allem, bin dahinter und auch zwischendrin. Ich bin Macht, Potential, Quelle der größten Kraft und doch bin ich auch nichts davon. Ich beherberge das Alles, wie das Nichts. Das Dunkel, das Licht, die Schatten und jede an Farbe. Zeit, die besitze…
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Ich lebe seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden. Vom Anbeginn der Zeit, mit der Entstehung des Lichtes, wurde ich geboren. Die Dunkelheit, die Schatten und die ewige Verdammung sind meine Heimat. Es stört mich nicht, Bedauern ist mir fremd. Denn so wurde ich erschaffen und anders sollte es auch nicht sein. Ich habe alle Kreaturen dieser und…
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Ein einziges Mal. Eine Ewigkeit, zur Sekunde geformt, die nicht länger mehr dauern könnt. Aber nicht ihr Dauern verzehrt mich, frisst sich mit würgendem Griff in meine Eingeweiden. Nein, es ist das Wissen: „Es geht vorbei.“ Und während die Zeit sich des Vergehens schuldig macht, so nimmt es sie auch wieder mir. Ein Herr der…
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Ich guckte noch einmal nach, ob ich auch alles eingepackt hatte. Ich öffnete meinen Rucksack, Arbeitsklamotten, Schlüssel, was zu trinken. Alles dabei. Eine Angewohnheit von mir. Bevor ich die Wohnung verlasse, egal, wie sicher ich mir bin, ich muss es einfach immer überprüfen. Ich schlüpfte in die Jacke, zog den Schlüssel von der Tür ab,…
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Ich öffnete die Tür. Ging nach links, zum ersten Terminal. Das einzige hier, so wie es aussieht. Ansonsten gab es hier nur noch zwei Automaten zum Geld abheben. Vor einem stand ein Mann. Er guckte gespannt auf den Monitor. Drückte eine Taste. Eine Schweissperle rann ihm die Stirn herunter. Er wischte sie weg. Es war…
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Ich bin nur ein Mensch. Das sage ich mir so oft, dass ich es eigentlich schon glauben sollte. Ich spreche es nie aus und doch kann ich es hören. Meine eigene sich an Vernunft klammernde Stimme, die versucht zu übertönen, was ich weiß, aber nicht wissen will. Es ist etwas in mir. Ein Etwas, das…
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Er sagte, dass er mich liebte. Das war mir nichts Neues. Männer behaupten so etwas doch öfter. Sei es als Entschuldigung, als Mittel um unsereins ins Bett zu bekommen. Wir akzeptieren es, wenn wir auch die Antwort zu genau kennen. Was bei ihm anders war? Er sprach es nicht aus.
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Diese roten Lippen. Sinnlich, zart, wie ein Versprechen, das unausgesprochen dennoch so verheißungsvoll und bezaubernd ist. Ich kann meinen Blick nicht abwenden, wenn ich auch weiß, dass sie nur die Maske des Todes vollenden. Schöner war der Tod noch nie. Dabei ist es nicht der Tod an sich, der so zur Vollendung poliert mich gefangen…