Ich blicke auf den Bildschirm. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich dort zu finden hoffe. Bewegte Bilder von Träumen? Von Reichtum, Prunk und schnellem Geld? Eher weniger, denn ich nehme Abstand davon. Ich gucke bevorzugt Musik Videos. Klänge gegen die Stille in meiner Wohnung. Töne, die durch den Raum schwingen, in Resonanz ihren Weg zu mir finden und dort so etwas wie Ruhe und Gleichmut anklingen lassen. Obwohl ich ruhig bereits bin. Aber etwas zu haben, auf das man hören kann, etwas, was die Aufmerksamkeit anzieht, das ist nicht abzulehnen. Ich könnte mich durch den WordPress Reader scrollen. Andere Blogs lesen, gucken, was andere Seelen gerade im Moment bewegt. Gleichgesinnte finden, mit denen ich mich in den Kommentaren austauschen kann. Vielleicht mache ich das gleich. Klingt nach einem guten Plan. Aber das Thema Gleichgesinnte finden stellt sich als schwierig da. Ich weiß nicht, ob Du mein lieber Leser, mehrere Blogs schon besucht hast außer dem meinen. Aber jeder Blog, hat so etwas wie ein eigenes Gedankengut, eine Art zu schreiben, zu denken, zu formulieren. Hinter jedem Blog steckt so etwas wie eine eigene kreative Persönlichkeit, die den Blog zu ihrem eigenen Ort formt. Und für mich ist es meist schwer, etwas zu finden, mit dem mein Sein harmonisiert. Man besucht einen fremden Blog, besucht einen Artikel, vielleicht kommentiert man auch. Aber wenn das Gedankengut, der Spirit dahinter, so will ich es nennen, nicht auf Anklang bei mir trifft, ist es schwer den Weg mit dem Blog gemeinsam zu gehen. Vielleicht ist es Lyrik? Nicht immer steht mir der Sinn danach. Koch und Reiseblogs sind auch nicht mein Fall. Sowas wie Tagebuch, das trifft es schon eher. So in die Richtung geht es bei meinem Blog ja auch. Ich erzähle zwar nicht von meinem Leben, aber meinem momentanen Gedankengut. Ich suche mir immer Blogs heraus, die etwas wie kreative Freischreiberei mitbringen, eigene Art sich auszudrücken, zu formulieren. Aber nicht täglich ist mir danach einen Blog zu besuchen, mich auf eine fremde Welt einzulassen. Und so sammeln sich Blogs in meiner WordPress Reader Liste, die ich ab und zu durchscrolle, aber selten auch lese. Weil ich nicht das finde, was jetzt gerade im Moment mein Verlangen, vielleicht Sehnsucht oder auch nur Lust trifft. Ich weiß wie viel Arbeit es sein kann, so einen Blog zu betreiben. Dabei kommt natürlich es auch drauf an, wofür und warum man es macht. Welche Intention schwingt durch die Zeilen mit als das reine Schreiben als Leidenschaft. Ich urteile nicht und niemals über andere Blogs. Ich erspüre einfach nur was mein momentanes Befinden mit mitteilen will. Anders als bei TikTok, wo ich vorgeschlagen kriege und dann entscheiden darf, wo ich stoppe, ist mein Blog Feed von mir selber zusammengestellt und ich finde dort nur das, was ich selber mal ausgewählt habe. Aber ich würde es begrüssen, wenn ich auch andere Blogs zu meinen Themen einfach vorgeschlagen bekommen würde, um neue Horizonte zu entdecken und zu erkunden. Ich bin darauf angewiesen selber Keywords einzugeben und zu erkunden, zu suchen, zu erforschen. Und im Grunde hat man nicht immer Lust dazu. Das war jetzt viel Theorie. Keine großen Gedanken, fast schon sowas wie Alltag im Netz. Bis zum nächsten Artikel.
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